Gesundheit

Jeder Mitarbeiter (und jedes Team/ jeder Bereich) kann zugleich gesund und krank sein: Man bewegt sich sein Leben lang zwischen den beiden Polen, hat als „Kranker“ gesunde Anteile und als „Gesunder“ kranke Anteile.  Ein „entweder – oder“ weicht dem „sowohl – als auch“ und durch Nachfragen / Diskutieren erhöht sich die Chance, ressourcenverstärkende Vereinbarungen zu treffen und Arbeitsplätze und -prozesse entsprechend zu gestalten. Dieses Konzept stellte ich z.B. am 26.10.16 zusammen mit meiner Kollegin Klaudia Holzaht auf dem Aktionstag der SALVEA in Krefeld vor (und Sie finden weiter unten in den Kommentaren noch einige Hintergrundinformationen zu unserem Konzept).

Wie die in ihr tätigen Menschen können auch Organisationen oder Organisationseinheiten ihre Gesundheit hinterfragen: was „nährt“ sie eigentlich und wo liegen ihre Energiequellen? Wovon sollten sie sich besser „reinigen“ – von welchen Energieverbrauchern wollen sie sich trennen? Und was ist notwendig, um als gesunde Organisation in einen ausbalancierten Zustand zu kommen?

Die Wahrnehmung der Zeit und ihre selbstbestimmte Handhabung spielt eine wichtige Rolle. In einem ausbalancierten Leben sind persönliche Ziele optimalerweise reflektiert und bewusst: Sie können abgeglichen werden mit den anstehenden Herausforderungen, damit dann fokussiert das erreicht werden kann, was als  wichtig identifiziert ist im eigenen Leben. Wir können Zeit gar nicht „managen“, sondern „nur“ uns selbst: Manchmal wird geplant, manchmal wird „Gutes rausgefischt, manchmal bewegen wir uns mit der Zeit und manchmal steht sowohl die Zeit als auch wir still.

6 Gedanken zu “Gesundheit

  1. Gestern haben Klaudia Holzath und ich mit einem kleinen Team die Gesundheit ihrer Organisation reflektiert. Unsere angedachte Vorgehensweise funktioniert auch hervorragend im kleinen Kreis und als kurzer Impuls. Der Geschäftsführer, eine Abteilungs- und ein Teamleiter haben aus den 3 Perspektiven „Wissen“, „Vertrauen“ und „Organisation“ ihre individuellen Wahrnehmungen und Erfahrungen auf den Tisch gelegt. Sie waren begeistert über die an Flip Charts festgehaltenen Ideen zu konkreten nächsten Schritten, ihre Organisation gesünder zu gestalten. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

  2. Wie wäre es wenn in einem gesunden Unternehmen die Mitarbeiter ihre Leistungsfähigkeit voll entfalten können?

    Wir, meine Netzwerkkolleginnen Klaudia Holzaht und ich, betrachten Gesundheit nicht als einen Zustand mit festgelegten Eigenschaften. Dies schränkt – nach unserer Meinung – den Rahmen von Gesundheit auch im Sinne von Leistungsgesundheit ein. Vielmehr wollen wir an den unterschiedlichen Anknüpfungspunkten in Organisationen einen prozesshaften Blick auf Gesundheit in ihrer Organisation zum Nutzen von Mensch und Organisation etablieren.

    Zu dieser Idee, in einer Organisation eine gesundheitsförderliche Diskussion anzustossen, haben wir im Juni 2015 einen Artikel in der Zeitschrift „Sytemischer“ veröffentlicht, den Sie unter den Materialien als pdf finden.

  3. Mit Klaudia Holzath zusammen moderierte ich letzte Woche einen Workshop auf dem SySt-Business-Netzwerk-Treffen in München: „Von der Intervention zur Prävention„. Wir diskutierten mit den Teilnehmern die Anwendung einiger SySt-Tools und -Formate, die sich unserer Meinung nach sehr gut eignen, wenn man mit und in Organisationen die Gesundheit fördern will. Unsere Berater-Kollegen stimmten uns zu, dass Fragen entlang des Glaubens-Polaritäten-Schemas oder analog der Systemprinzipien z.B. sehr nützlich sind, um mit Führungskräften (und ihren Teams) in eine Diskussion zur Gesundheitsprävention einzusteigen und nachhaltige Maßnahmen zu vereinbaren. Es ist möglich, ohne eine Definition von „gesund“ ein gemeinsames Bild über ein anzustrebendes „gesünder“ zu formulieren und zielorientiert zu verfolgen. Von dem Ergebnis profitieren sowohl die Einzelnen als auch die gesamte Organisation.

  4. ModeratorinnenFreudeDie Unfallkasse NRW veranstaltete gestern einen Erfahrungsaustausch zum betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) und die Stadt Solingen war Gastgeber. Ich war als eine von sechs Moderatorinnen dabei: Vormittags ging es in Workshops um Themen wie z.B. „Nachhaltigkeit“, „Gesundheitstage“ oder „BGM-Projekte“. Nachmittags wurde im Rahmen eines World Cafe zu „Diversity im BGM – wie kann das gelingen?“ diskutiert. In ihrem Feedback zeigten die Teilnehmer sich sehr zufrieden mit der Tagesgestaltung, die viel Raum für ihren Austausch von „best practice“ bot.

  5. Dieser Sommer war geprägt durch 14 Tage Weiterbildung in Raleigh, North Carolina, USA. Dort leben Birgitt Williams (ursprünglich aus Kanada) und ihr Mann Ward. Birgitt besuchte Anfang der 90er Jahre Open Space Weiterbildungen beim Begründer der Methode Harrison Owen. Sie begann die Open Space Kriterien auf die Führung von Unternehmen und die Gestaltung eines jeden Meetings zu übertragen und benannten ihren Ansatz „Genuine Contact“.
    Es geht ihr – und den inzwischen zertifizierten Genuine Contact Trainern – darum, die an einem (Veränderungs-) Prozess Beteiligten in authentischen Kontakt miteinander zu bringen. Es wird ein Raum geschaffen, in denen jeder mit seiner ganzen Person (Kopf, Herz und Hand oder anders gesagt: rational, emotional, spirituell und körperlich) in Kommunikations- und ggf. auch in Konfliktsituationen präsent sein kann.
    Mich spricht ihr Ziel an: Das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses nach Genuine Contact Prinzipien ist die individuelle und organisationale sowie gesellschaftliche Gesundheit und Balance.

  6. Arbeit und Leben ausbalanciert?

    Meine bewährte Zeitmanagement-Basis bisher bietet Lothar Seiwert und seine Veröffentlichung von 1999 „Gehe langsam, wenn Du es eilig hast“. An dem Buch spricht mich vor allem die Botschaft an, dass man nicht die Zeit „managen“ kann, sondern „nur“ sich selbst. Es ist ein Irrglauben, alles erreichen zu können, wenn man einfach alles beschleunigt. Es geht stattdessen darum, seine eigenen Lebens-Ziele zu reflektieren und bewusst zu haben. Dann kann man diese mit den anstehenden Herausforderungen abgleichen und seine Energie fokussiert zur Zielerreichung einsetzen. Der Autor bietet auch einen Newsletter an, mit dem man sich im Arbeitsalltag wieder an seine guten Vorsätze erinnern kann.

    Reflexionsanstöße kann man sich auch an weiteren Stellen im internet geben lassen, z.B. durch den Newsletter „Zeit zu leben„, den Tania Konnerth und Ralf Senftleben anregungsreich gestalten. Neben 2-3 Artikeln zum Selbstmanagement bieten sie Buchempfehlungen und „die Selbstcoachingfrage der Woche“.

    Aber was gibt es noch? Vor allem verbunden mit Spiel und Spass? Vielleicht auch mit Musik?

    Ich wuerde hier gerne einsteigen in die Diskussion ungewöhnlicher Ideen. Die dann in der Anwendung wahrscheinlich viel Durchhaltevermögen brauchen …..

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